muz06 – Themenheft Zeichen setzen!

muz06 Cover

Das muz06 greift erneut den vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz geförderten Jahresschwerpunkt „Zeichen setzen! Mit Kunst, Poesie und Lebensfreude nachhaltigen Lebensstilen Ausdruck verleihen“ auf. Diesmal liegt der Schwerpunkt auf den Projektteilen, in denen junge Menschen sich über künstlerische Zugänge mit nachhaltigen Lebensstilen auseinandergesetzt haben. Verträgt der Nachhaltigkeitsdiskurs auch Humor? Oder braucht er ihn sogar? Das haben wir versucht, mit einem Improtheater im Umfeld einer Karikaturenausstellung herzauszufinden. Ein weiterer Schwerpunkt widmet sich der Beteiligungskultur. Das muz06 beleuchtet thesenartig, warum Partizipation ein Gelingensfaktor für eine nachhaltige Entwicklung ist und zeigen, wie das ÖBZ vor diesem Hintergrund den NaturSpielRaum unter Einbeziehung von Kindern entwickelt. Es wird das Buch von Gunda Krauss vorgestellt und eine Vorschau auf die kommende Ausstellung und das Saatgut-Festival gegeben, die sich beide als Schwerpunkt die Bedeutung der bestäubenden Insekten gesetzt hat.

Insgesamt liefert das Magazin einen Einblick in die Arbeit des Münchner Umwelt-Zentrums im Ökologischen Bildungszentrum München, die sich der Bildung für nachhatige Entwicklung verschrieben hat.

muz05 – Themenheft Natur erleben!

muz05 Cover

Das muz05, das Magazin des Münchner Umwelt-Zentrum im ÖBZ, greift den vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz geförderten Jahresschwerpunkt „Zeichen setzen! Mit Kunst, Poesie und Lebensfreude nachhaltigen Lebensstilen Ausdruck verleihen“ auf. Ein sperriger Titel vielleicht, aber das Projekt bietet Raum für vielseitige Ausdrucksformen. Die Fotokünstlerin Jennifer Scales beispielsweise beobachtet die Natur und Landschaft aus dem fahren Zug heraus – und entwickelt eine besondere Art der Reise-Ästhetik. Menschen, die sich in den ÖBZ-Gärten inspirieren haben lassen, drücken ihre Erlebnisse und Empfindungen in Haikus aus, einer Form der japanischen Kurzlyrik. Wie man mit Spass und Lebensfreude Kindern emotional und mit allen Sinnen an die Natur heranführen kann, dafür interessierten sich Lehrerinnen und Lehrer im chinesischen Wuhan, die mit Methoden der Umweltbildung vertraut gemacht wurden. Ein anderer Bericht schildert, wie Schülerinnen und Schüler den Naturraum am Hachinger Bach erkunden.

Insgesamt liefert das Magazin einen Einblick in die Arbeit des Münchner Umwelt-Zentrums im Ökologischen Bildungszentrum München, die sich der Bildung für nachhatige Entwicklung verschrieben hat.

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Berlinale 2018: Nachhaltigkeit auf leisen Tatzen

„Energiewende, Diesel-, Plastik- oder Pestizidverbot sind für die Politik inzwischen ein zentrales Thema. Das berührt in vielen Bereichen auch die Film- und Medienbranche, die sich in vielen Ländern bereits darauf einstellt“, sagt Festivaldirektor Dieter Kosslick. Was spürt man davon bei der diesjährigen Berlinale?

Der ökologische Tatzenabdruck der Berlinale-Bären soll kleiner werden. Als Demonstration des guten Willens haben die Organisatoren der 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin in diesem Jahr die Wegwerfbecher aus dem Pressezentrum verbannt. Stattdessen bieten sie für zwei Euro Pfand einen Kunststoffbecher an. Noch bevor man zu den Regalen kommt, wo sich die Journalisten morgens mit den aktuellen Zeitungen und Festivalmagazinen versorgen, empfängt einen ein Tisch mit pyramidenartig aufgetürmten weißen Bechern mit rotem Berlinale-Logo. Derart umweltfreundlich ausgestattet, kann man sich am Wasserspender den Durst löschen oder sich am Kaffeeautomaten noch einen Coffein-Kick vor der nächsten Filmaufführung geben. Klingt ökologisch, hat aber einen Schönheitsfehler, wie die Berliner Zeitung moniert, weil der Kaffee aus („ökologisch eher Bähhh!“) Kapseln gebrüht wird, die dann auch noch aus dem Hause Nestlé stammt.

Als weit wirkungsvoller in der Ökobilanz des Festivals erweist sich wohl die im Dezember eingeweihte Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen München und Berlin. In den Sozialen Medien erhält der ICE, der, angetrieben mit 100% Ökostrom, die beiden deutschen Filmmetropolen innerhalb von vier Stunden verbindet, immerhin viele gute Bewertungen. Eine Münchner Filmproduzentin etwa jubelt: „Der Zug erleichtert mein Leben. Ich komme öfter und gern damit nach Berlin. Und ich kann 4 Stunden in Ruhe arbeiten. Brauche nicht mehr 50 min allein, um zum Flughafen zu kommen…“

Während beim Streetfood vor dem Berlinale-Palast schon lange nicht mehr die Leberkäs-Semmel und das Schweinenackensteak dominieren, sondern handgemachte Spätzle, Biofleisch- und Veggieburger, findet man im Berlinale-Programm nur wenige Spuren, die darauf deuten, dass das Thema Nachhaltigkeit in der Branche wirklich eine Rolle spielt. Es surren keine Elektromobile durchs Bild und man entdeckt auf der Leinwand auch keine Vegetarier.

Marie Bäumer in „3 Tage in Quiberon“, einer Produktion, die mit dem Grünen
Drehpass ausgezeichnet wurde. / © Rohfilm Factory / Prokino / Peter Hartwig

Wenn Romy Schneider (hervorragend gespielt von Marie Bäumer) in „3 Tag in Quiberon“ nur Gemüse mit Dipp zu sich nimmt, dann nicht für den Klimaschutz, sondern weil sie wegen ihrer nächsten Filmrolle auf Diät gesetzt wird. Und doch hat der Film etwas mit Nachhaltigkeit zu tun. Die Produktion von Emily Atef wurde mit dem „Grünen Drehpass“ ausgezeichnet, den die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein seit 2012 vergibt. Das Catering aus regionalen Produkten, kein Plastik am Set und kurze Wege sorgten für umweltfreundliche Drehbedingungen. Zwei Drittel des bewegenden Dramas über das Leben des Weltstars Romy Schneider entstanden am Hauptmotiv auf der Ostseeinsel Fehmarn. Kostüm und Maske befanden sich im benachbarten Hotel des Casts. Es waren weder ein großer Fuhrpark noch Dieselgeneratoren notwendig. Alles war bequem zu Fuß erreichbar. Das sparte nicht nur Zeit und Kosten, sondern schonte auch die Umwelt.

Alba Rohrwacher (m.), Valeria Golino (r.) und Sara Casu (l.) in „Figlia Mia“. Die italienische
Produktion wurde nach den grünen Richtlinien der sardischen Film Kommission gedreht.  © Vivo film

Grüne Produktionsbedingungen zeichnete auch der Wettbewerbsbeitrag „Figlia Mia“ aus. Der auf Sardinien gedrehte Spielfilm von Laura Bispuris mit Alba Rohrwacher und Valeria Golino in den Hauptrollen entstand nach den grünen Richtlinien der Sardischen Film Kommission (Sardegna Film Commission, SFC). Energie sparte die Produktion ebenfalls vor allem dadurch, dass man die zurückzulegenden Strecken und die Zahl der Fahrzeuge gering hielt, Fahrgemeinschaften bildete und soweit wie möglich auf Trailer verzichtet hat. Der Strom wurde möglichst nicht aus Generatoren, sondern aus dem Stromnetz bezogen. Wichtig war es, die gesamte Crew vorab für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und beim ökologisch motivierten Ressourcensparen „mitzunehmen“. Das Catering war einer der wichtigen Ansatzpunkte für den nachhaltigen Dreh. Mit dem Koch wurde vereinbart, frische, hochwertige und regionale Produkte zu verwenden. Es gab weder Vorgekochtes noch Nahrungsmittel, die in Plastik verpackt waren. Selbst wenn die Crew unter freiem Himmel gedreht hat, baute der Koch seinen mobilen Herd auf, um vor Ort zu kochen. Statt industriell hergestellter Snacks wurden in den Pausen Erdbeeren und Wassermelonen aus lokalem Anbau serviert.

„Isle of Dogs“ © 2017 Twentieth Century Fox

Und dann gab es doch noch Wes Andersons „Isle of Dogs“. Beim ihm geht es nicht ums grüne Produzieren oder um die kulinarische Versorgung am Set. Der Stopp-Motion-Animationsfilm zeichnet mit seinen Kulissen und Hintergründen das Bild einer Megacity der nahen Zukunft, das an seinem eigenen Müll zu ersticken droht. Der Eröffnungsfilm der diesjährigen Berlinale erzählt die Geschichte des kleinen Atari Kobayashi, dem Pflegesohn des korrupten Bürgermeisters, der alle Hunde aus der Stadt verbannt, und dabei auch vor Ataris Bodyguard-Hund nicht Halt macht. Auf Trash Island, einer Insel, auf der der Müll der Stadt abgelagert wird, wird der Überlebenskampf der aus der Stadt verstoßenen Vierbeiner inszeniert. Atari begibt sich dort auf eine abenteuerliche Suche nach seinem Hund, freundet sich mit einem Rudel Mischlingshunde an und bricht mit deren Hilfe zu einer epischen Reise auf, die das Schicksal und die Zukunft der ganzen Präfektur entscheiden wird. Es geht um Freundschaft, Treue und Zusammenhalt. Um Betrug und Korruption. Um Gerechtigkeit und politisches Engagement. Und der Film zeigt mit apokalyptischen Motiven (ohne dass es für die Handlung weiter von Belang ist), wie die Welt in naher Zukunft aussehen kann, wenn sich nichts ändert – wie eine Mischung aus Müllkippe, Garzweiler und Fukushima.

 

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Ausstellungskatalog Ein Korn für die Welt

Im vergangenen Herbst zeigte das ÖBZ die imposante Sammlung mit 134 unterschiedlichen Getreidesorten der Südtiroler Vielfaltsgärtner Edith und Robert Bernhard. Im Nachgang zur Ausstellung hat das Münchner Umwelt-Zentrum im ÖBZ nun einen umfassenden Katalog herausgegeben, der für eine Schutzgebühr von 18 Euro im ÖBZ erhältlich ist.
Das Projekt von Edith und Robert Bernhard, die Getreidevielfalt zu demonstrieren, fiel in eine Zeit, in der sich die Gemeinde Mals im Südtiroler Vinschgau gegen den Einsatz von Pestiziden wie Glyphosat wehrt. In einer Volksabstimmung haben die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde mit großer Mehrheit gegen die Verwendung von Gift in der Landwirtschaft gestimmt. Als „Wunder von Mals“ ging die Öko-Bewegung in die Geschichte ein, als Öko-Rebellen wurden ihre Aktivisten bezeichnet. Edith und Robert Bernhard sind zwei dieser „Rebellen“. Sie bewahren mit Leidenschaft alte Getreide-, Gemüse- und Kräutersorten und werben für eine biologische Landwirtschaft. Sie empfinden die Mannigfaltigkeit der Sorten als reiches, aber bedrohtes Kulturerbe.
Für ihre Arbeit wurden Edith und Robert Bernhard mit dem Ökologie-Preis Vinschgau ausgezeichnet. Ihre Intention der jahrelangen Pionierarbeit ist nicht (nur) der Schauwert. Sie verstehen die lebendige Vielfalt als Impuls für eine mögliche Zukunft. Mit ihrem Projekt, sich der Vielfalt des Getreides zu widmen, haben sie im Jahr 2003 begonnen. Insgesamt 134 verschiedene Exponate aus ihrer Getreidesammlung konnten wir im Herbst 2017 im Ökologischen Bildungszentrum in München präsentieren.
Beginnend vom Wildgras, über Einkorn, Emmer und Dinkel bis hin zu Weich- und Hartweizen demonstrieren sie eindrucksvoll die Evolutionsreihe des Weizens.
Als weiteren Schwerpunkt widmet sich die Ausstellung der Vielfalt der Gerste. Jedes einzelne im Bilderrahmen inszenierte Exponat mutet wie ein grafisches Kunstwerk an. In der Gesamtheit wird die enorme Variationsbreite des Getreides offenbar.

Um die beeindruckende Ästhetik und Vielfalt der ausgestellten Exponate festzuhalten, hat das Münchner Umwelt-Zentrum im Nachgang einen Ausstellungskatalog produziert. Marc Haug, Geschäftsführer vom Münchner Umwelt-Zentrum im ÖBZ und Herausgeber des Katalogs: „Wir freuen uns, dass wir Edith und Robert Bernhard kennen lernen und ihre Ausstellung über die Getreidevielfalt bei uns zeigen durften. Die Verbreitung ihrer Botschaften ist uns ein Anliegen! Vielleicht tragen wir mit diesem Katalog dazu bei.“
Der Ausstellungskatalog „Ein Korn für die Welt“ ist gegen eine Schutzgebühr von 18 Euro im ÖBZ erhältlich.
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muz04 – Themenheft Stadt braucht Land

Anlässlich des Jahresschwerpunkts „Stadt braucht Land“ des Münchner Umwelt-Zentrums e.V. (MUZ) im Ökologischen Bildungszentrum München ist eine neue Ausgabe des muz-Magazins entstanden. Das Thema „Stadt braucht Land“ zog sich wie ein roter Faden durch eine ganze Reihe der Projekte und Aktivitäten des MUZ: Im Frühsommer besuchte Marc Haug die Nachhaltigkeitsinitiative Wuhan Natur in der chinesische Provinzhauptstadt Wuhan und erhielt spannende Einblicke, wie es dort gelingt, in Eigeninitiative biologisch erzeugte Lebensmittel für eine gesunde Ernährung in der Stadt zu organisieren. Unter das Motto „Stadt braucht Land“ stand auch der ÖBZ-Aktionstag im vergangenen Sommer – Grund für eine ganze Strecke im Heft zu diesem Thema. Im Herbst schließlich war das ÖBZ Tagungsort für ein transnationales Trainingsseminar mit Teilnehmenden aus verschiedenen Balkanländern statt. Während der intensiven Tage wurden konkrete Umsetzungsideen für partizipatorisch angelegte Urban Gardening-Projekte entwickelt. Die Gartenprojekte am ÖBZ konnten den Osteuropäischen Gästen gute Impulse geben. Und nicht zuletzt vor dem Hintergrund des bevorstehenden Saatgut-Festivals am 25. Februar 2018 im ÖBZ spielte auch die Biologische Vielfalt in dem Heft eine große Rolle.
Auf 32 Seiten stellt das „muz“ aktuelle Projekte vor, berichtet über Veranstaltungen und versucht, etwas von der inspirierenden Atmosphähre des Ökologischen Bildungszentrums zu vermitteln.

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muz03 – Themenheft Es summt

Das Sommerheft des muz-Magazins, das muz03, widmet sich den Bienen. Denn: Ob Wild- oder Honigbiene – rund ums ÖBZ summt es gewaltig. Das verspricht nicht nur der Titel dieses Hefts. Spazieren Sie einfach mal durch unsere Gärten. Sie werden sich am Summen der Bienen erfreuen, genauso wie am Anblick der vielen Blüten, die ihnen als Futter dienen. Für die Vielfalt und den Artenreichtum in unseren Gärten sorgen die ehrenamtlichen Gärtnerinnen und Gärtner unserer Gartenprojekte. Der Arbeitskreis Wildgarten, der sich letztes Jahr aus der Gruppe des Experimentiergartens heraus bildete, ist für seine beispielhaften, ökologisch ausgerichteten Aktivitäten sogar mit dem ersten Preis des bundesweiten Pflanzwettbewerbs „Wir tun was für Bienen“ ausgezeichnet worden. Gratulation!

Dank der Pflanzenvielfalt können wir die vielen Bestäuber-Insekten beobachten, wie sie von Blüte zu Blüte fliegen und fleißig Pollen und Nektar einsammeln. Das „Insektenhotel“ als Nisthilfe für Wildbienen ist runderneuert worden. Und die Honigbienen am Ökologischen Bildungszentrum produzieren ab diesem Jahr sogar „Bio“-Honig, denn die Imkergruppe des Münchner Umwelt-Zentrums hat ihre Bienenhaltung erfolgreich öko-zertifizieren lassen.

Wann es mit dem Summen im Jahr richtig beginnt, entscheidet nicht zuletzt das Wetter. Dem Wetter ist in diesem Heft ein eigener Platz eingeräumt. Seit einem guten Jahr zeichnet das ÖBZ mit einer eigenen Wetterstation Wetterdaten auf. Wetter zu beobachten fasziniert einfach jede und jeden. Der eine schwört auf die Wetterprognose seiner Smartphone-App. Die andere begutachtet den Himmel. Wieder andere orientieren sich an Bauernregeln. Selbst damit liegt man nicht unbedingt falsch. So konnte man neulich in der Süddeutschen Zeitung lesen, dass die Siebenschläfer-Regel, wonach das Wetter am Siebenschläfer-Tag (den 27. Juni) für die Wetterlage der nächsten sieben Wochen prägend sein soll, für Bayern mit hoher Wahrscheinlichkeit zuträfe. Wir werden sehen, ob das auch für diesen Sommer gilt!

Die Beschäftigung mit dem Wetter bildet einen wichtigen Aspekt des aktuellen ÖBZ-Jahresschwerpunkts, der sich mit Stadt-Land-Beziehungen befasst. Gerade an heißen Sommertagen wird uns wieder bewusst, wie sehr unser Stadtklima auf die erfrischende Luft des Umlands angewiesen ist und wie notwendig freigehaltene grüne Flächen in der Stadt sind. Daher richtet das ÖBZ einen Foto- und Video-Wettbewerb zum Münchner Wetter aus. Gesucht werden eindrucksvolle Wolkenformationen, Videos mit prasselndem Starkregen, Blitz und Donner, bizarre Eisblumenbilder oder Fotos mit buntem Regenbogen.

Auf 32 Seiten stellt das „muz“ aktuelle Projekte vor, berichtet über Veranstaltungen und versucht, etwas von der inspirierenden Atmosphähre des Ökologischen Bildungszentrums zu vermitteln.

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Poetische Begegnung unter Hirschen

Er war eine der großen Festivalüberraschungen der 67. Internationalen Filmfestspiele Berlin: Der Film „On Body and Soul“ der ungarischen Regisseurin Ildikó Enyedi, die auch das Drehbuch schrieb.

Eine geglückte Premiere am ersten Berlinale-Freitag im Berlinale Palast. Eine Woche später hält die Regisseurin den Goldenen Bären in den Händen. Die Filmkritik bespricht den Film zunächst eher verhalten. Vielleicht weil sie erst noch die weiteren Wettbewerbsbeiträge abwarten möchte, bevor sie sich ein Urteil über die doch recht ungewöhnliche Erzählung traut.
Ein Schlachthaus in Budapest wird zum Schauplatz einer seltsam schönen Liebesgeschichte, heißt es im Ankündigungstext. Ganz anders beginnt der Film. Erhaben streift ein Hirsch im Wald umher. Leicht liegt der Dunst der Dämmerung in der Luft. Was es mit diesen traumhaften Bildern auf sich hat, kann man als Zuschauer zunächst nicht ahnen. Die Hirsche sind mehr, als nur die Metapher für die Seelenverwandtschaft der beiden Protagonisten. Sie ist ein hübscher, zarter und durchaus auch humorvoller Erzählfaden, der die Liebesgeschichte verwebt. Da ist zum einen die junge, menschenscheue Mária (Alexandra Borbély), die ihre Arbeitsstelle im Budapester Schlachthof antritt. Ihre autistischen Züge qualifizieren sie geradezu als Qualitätsprüferin, die stets verbissen alle Vorschriften beachtet. Während dem Zuschauer die Leinwand füllenden Aufnahmen blutig aufgespießter Rinderhälften jenen unangenehmen Gefühlscocktail wachrufen und seinen Entschluss zum Vegetarier konvertiert zu sein, unverrückbar bestätigt, lässt Mária jegliche Emotionen vermissen. Für sie zählen nur Zahlen und Fakten. Jedes Gramm Fett zu viel wird mit Punktabzug bestraft. Emotionen muss Mária im echten Leben erst lernen. Gefühle finden sich in ihren Träumen wieder. Sehnsucht nach Beziehung, nach Vertrauen, nach Zärtlichkeit. Endre (Géza Morcsányi), ihr Vorgesetzter, ist ebenfalls eine zurückhaltende Person. Er beobachtet seine neue Mitarbeiterin und, anders als die anderen Kollegen, die sie ob ihrer Merkwürdigkeiten meiden, sucht er ihren Kontakt. Behutsam erzählt Ildikó Enyedi die Geschichte der zaghaften Annäherung der beiden verschlossenen Menschen. Durch einen Zufall erkennen die beiden, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes Seelenverwandte sind. Beide träumen nämlich im gleichen Traum. Sie träumen davon, als Hirsch unterwegs zu sein. In jeder Traumgeschichte, die sie Tag für Tag gegenseitig erzählen und sie so von ihrer magischen, tiefen Seelenverwandtschaft erfahren, streifen sie suchend im Wald umher. Sie kommen sich näher und näher, bis sie an einem plätscherndem Bach aufeinander treffen. Ganz leicht berühren sich ihre warmen Nüstern. Man kann sich kaum eine zärtlichere Metapher ihrer Sehnsucht vorstellen.
Es ist diese Poesie, die den „On Body and Soul“ zu einem starken Film macht. Ildikó Enyedi ist ein famoses Drehbuch gelungen, das tief in die Seele zweier Menschen blicken lässt, deren Leben sie schmerzhaft hat lernen lassen, Gefühle nicht zuzulassen. Und die sich dennoch (oder gerade deswegen) auf den Weg machen zu erfahren, wie es sich anfühlt, wenn man sich auf einen anderen Menschen einlässt. Eine seltsam zärtliche Liebesgeschichte, die den Goldenen Bären verdient hat.mh

Testről és lélekről / On Body and Soul, Regie: Ildikó Enyedi (2017)

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muz 02 – Themenheft GLÜCK erschienen

Zum Jahresbeginn 2017 ist die zweite Ausgabe des „muz“, das Magazin des Münchner Umwelt-Zentrum e.V. im Ökologischen Bildungszentrum (ÖBZ), erschienen. Es ist für alle Interessierte kostenlos im ÖBZ erhältlich. Nach dem ersten Schwerpunktheft Vielfalt widmet sich das neue Themenheft entsprechend des Jahresschwerpunkts „Werte erkennen, reflektieren, sichtbar machen“ dem Thema Glück.

Glück ist ein Paradethema für den Jahreswechsel. Denn der Anfang eines jeden Jahres ist für viele Menschen immer wieder aufs Neue die Gelegenheit für viele gute Vorsätze, damit einem ein glücklich(er)es Leben gelingt. Auch in den Bildungsprogrammen des ÖBZ ist es der Anspruch, Anregungen zur Reflexion über nachhaltige Lebensstile zu gegeben. Was bedeutet persönliches Glück und welche Zusammenhänge gibt es zwischen einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Lebensweise und der persönlichen Lebenszufriedenheit. Das Heft stellt das Thema Glück in den Mittelpunkt: Welche Werte sind uns wichtig? Nach welchen Werten möchten wir leben? Und stellen am Ende fest: Letztendlich sind wir alle auf der Suche nach dem Glück.

Auf 32 Seiten stellt das „muz“ aktuelle Projekte vor, berichtet über Veranstaltungen und versucht, etwas von der inspirierenden Atmosphäre des Ökologischen Bildungszentrums zu vermitteln.

Ver.di sei Dank!

Zum Schluss sind doch noch alle rechtzeitig zur 67. Berlinale gekommen. Und das sogar weitgehend klimaneutral – wenn auch nicht ganz freiwillig.

Erste Pressevorführung im Berlinale-Palast. Die Journalisten haben es rechtzeitig nach Berlin geschafft – per Bahn, Auto oder FlixBus. Nur wer aufs Flugzeug setzte, hatte Pech gehabt.

Ausgerechnet in der ersten Berlinale-Woche hat die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di die Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste an den Flughäfen Tegel und Schönefeld zu Warnstreiks aufgerufen. Die Warnstreiks starteten zu Schichtbeginn in den frühen Morgenstunden. Erhebliche Beeinträchtigungen werde es geben, hieß es, im schlimmsten Falle muss man sogar mit der Stornierung rechnen.
Erfahrungsgemäß wird zwischen den beiden Hauptstädten des Films geflogen. Im Januar zum Deutschen Filmball von Berlin nach München, im Februar zur Berlinale anders herum. Diesmal konnte man das mit dem morgendlichen Flug knicken, weil die laufenden Verhandlungen zum Vergütungstarifvertrag ins Stocken geraten sind.
Also trafen sich die Filmschaffenden – die graue Sakkos tragenden Geschäftsführer und Produzenten, die etwas bunter gekleideten Geschäftsführerinnen und Produzentinnen und die Schauspielerinnen und Schauspieler, die sich mit kreativ gebundenen Schals und originellen Mützen gegen den Wind schützen, der im Februar so unangenehm kalt zwischen Potsdamer Platz und Berlinale Palast weht – nicht wie üblich am Gate von Air Berlin oder Lufthansa. Öfter als sonst, begegnen sie sich stattdessen am Bahnsteig, wartend auf den völlig überfüllten ICE, im Smalltalk über den Streik des Bodenpersonals und darüber, dass man nicht mal mehr eine Reservierung in der ersten Klasse erhalten habe.
Da rächt es sich, nicht früh im Vorfeld den Zug gebucht zu haben. Die Deutsche Bahn und die Internationalen Filmfestspiele Berlin haben doch eigens eine Kooperation geschlossen, die damit wirbt, bequem per Bahn mit 100 Prozent Ökostrom in die Bundeshauptstadt zu reisen. Quasi komplett emissionsfrei. Es wäre ein einfacher Weg, die persönliche Klimabilanz (und nebenbei auch die des Festivals) zu verbessern. Immerhin spart man bei einer null Kilogramm CO2-Bahnfahrt im Vergleich zum Flug ganze 310 Kilogramm CO2 ein. Das Klima wird es jedem Berlinale-Besucher danken. In diesem Jahr müsste man korrekter Weise zunächst der Gewerkschaft Danke sagen.
Vielleicht wird zur kommenden Berlinale der eine oder andere ja freiwillig auf den Zug umsteigen. Zumal die Bahn bis dahin vermutlich mit der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen München und Berlin dem Flieger auch hinsichtlich der Reisedauer ernsthaft Konkurrenz machen wird. mh

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muz 01 – Themenheft VIELFALT erschienen

Im September 2016 hat das Münchner Umwelt-Zentrum e.V. im Ökologischen Bildungszentrum das neue Magazin „muz“ gelauncht. Die erste Ausgabe widmet sich dem Thema VIELFALT.

Das Magazin bereitet die vielfältigen Projekte für Umweltinteressierte, Freundinnen und Freunde sowie Besucherinnen und Besucher des Ökologischen Bildungszentrums (ÖBZ) journalistisch auf. Es erweitert damit die Öffentlichkeitsarbeit jenseits der klassischen Veranstaltungsprogramme und trägt sowohl dem Informationsauftrag gegenüber der Öffentlichkeit und den Projektförderern, aber auch dem geäußerten Wunsch von Seiten der Kommunalpolitik und der Nachbarschaft des ÖBZ nach mehr Information über die Inhalte der Arbeit des Ökologischen Bildungszentrums Rechnung.

Das muz wurde von Marc Haug initiiert und im Rahmen seiner Arbeit für das Münchner Umwelt-Zentrum und in Zusammenarbeit mit der Münchner Agentur robert&horst konzipiert und umgesetzt. Das erste Themenheft Vielfalt entstand im Rahmen des Modellprojekts „Biolgische Vielfalt – Werte erkennen, reflektieren, sichtbar machen“, das vom Bayerischen Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert wird.

 

www.oebz.de | www.robertundhorst.de